Pino Barone

Der Kleine mit dem großen Herz

Pino (der eigentlich Giuseppe heißt) wird im November 1972 in Nürnberg geboren. In Italien stehen Santo & Johnny mit „Parla piú piano” der Titelmelodie von „Der Pate” in den Charts auf Platz 1. Das war ganz klar ein Zeichen!

Schon mit 3 Jahren ist den Eltern klar, dass Pino ein Instrument erlernen muß, da immer wenn sein Onkel Zuhause auf dem Akkordeon spielt, Pino fast durchdreht und von der Musik in ihren Bann gezogen wird. Also kommt die erste BONTEMPI-ORGEL ins Haus, und Pino klimpert anfangs nur herum. Bald aber spielt er schon nach Gehör Melodien nach, die ihm seine Mutter vorsingt und weckt das Interesse seines Großvaters.

Dieser bringt Pino (noch mal kurz zum eigentlichen Namen Giuseppe – was hat das mit Pino zu tun? Na ja ein kleiner Giuseppe wird in Italien zum Giuseppino, und da dieses Wort etwas zu lang ist bleibt Pino, und das mit der Körpergröße ist ja auch so geblieben). Aber noch mal zu Pinos Großvater. Dieser bringt Pino im Alter von 4 Jahren die kommunistische Hymmne „AVANTI POPOLOBANDIERA ROSSA” bei, und prahlt mit seinen Klavierkünsten in seinem Heimatort FABRIZIO GRANDE dermaßen herum, dass der Dorfpfarrer (Faschist) das hören will. Es wird ein Termin in der Kirche vereinbart, und Opa und Pino kommen zum Treffen. Als Pino dann loslegt, und der Pfarrer das Kommunisten Lied hört, werden Opa und Pino aus der Kirche geworfen, und Pino weint…..

Mit den Jahren lernt Pino dann auch Hammondorgel spielen, er bekommt Unterricht und mit der Zeit wächst nicht nur er, sondern auch die Größe der Instrumente.
Mit 14 Jahren spielt Pino schon öffentlich bei Vereinsfesten, singt aber noch nicht, und ist mit kleinen Gagen zufrieden (sein Vater dreht aber fast durch, da Pino immer nur das Gute in den Leuten sieht, und mehr oder weniger umsonst spielt).
Mit 16 Jahren begegnet er in Nürnberg weiteren Musikern aus Italien und wird Mitglied der legendären Italo-Band „Le Idee Duemilaeuno”…..

In der Zwischenzeit hat er die Schule abgeschlossen und macht eine Lehre zum Bauzeichner, die ihm im späteren Verlauf ein Treffen mit Benno Baum (der Freund eines Arbeitskollegen) beschert.
Pino merkt in dieser Zeit dass er nicht nur Keyboard spielen solle, sondern auch singen, da das bei den Mädels ganz gut ankommt, und so beginnt er zu singen.
In seiner Italo-Band bekommt er bald einen besonderen Status (der Kleine – wie er genannt wird….na ja da hat sich eigentlich bis heute auch nichts geändert).
Pino nimmt an diversen Gesangswettbewerben teil und wird sogar in der SAT 1 Show „Mann-O-Mann” der „Mann O-Mann” von Nürnberg.

Eines schönen Abends tritt er auf dem Boot (eine Disco in Nürnberg) auf. Mitveranstalter ist das Musikgeschäft für das Pino ab und zu arbeitet. Ein völlig durchgeknallter Typ moderiert diesen Abend mit weißem Anzug, schwarzer Perrücke und goldener Wandergitarre – sein Name ist Mr. H.Gully (alias Roman Sörgel). Auch an Bord an diesem Abend ist ein Teil (Drummer Boiler und Bandmanager) einer lustigen Kapelle, die ihm sofort eine tolle Visitenkarte ihrer Combo in die Hand drücken).

Wenige Monate später wird Pino von seinem Arbeitskollegen gefragt, ob er als Geschenk für einen 30sten Geburtstag verschenkt werden will. Es sind viele Musiker da und italienische Musik wäre mal eine Alternative zu hartem Rock.
Pino willigt ein und spielt als Überraschungsgast bei Benno Baums 30sten.
Nach einiger Zeit meldet sich Benno telefonisch bei Pino, der nach Bennos Geburtstag die Freundschaft pflegt, in dem er aus allen Urlaubsorten die er besucht eine Postkarte schreibt. Er fragt Pino ob er in einer neuen Band spielen will.
Fränkisch wäre jetzt das neue Bandkonzept und die anderen Musiker wären auch ganz lustig; den einen oder anderen sollte er schon kennen gelernt haben.

Zur ersten Probe Ende 1998 erschienen alle fünf ohne zu wissen was jetzt genau auf sie zukommt und das dieses Aufeinandertreffen ihr aller Leben verändern würde. Roman hatte sich vorbereitet und ein paar Radiohits mit fränkischen Texten versehen um eine Grundlage für das erste Aufeinandertreffen zu schaffen.
Schon nach der ersten Probe stand fest, dass dieses Konzept aufgeht.
Unglaublich wie die Musik aus eigentlich total verschiedenen Menschen mit total unterschiedlichen Interessen eine Einheit formt, die Ziegenpisse in Benzin verwandelt.
„WASSD SCHO? BASSD SCHO!” war geboren und in kürzester Zeit hatten sie ein Programm in der Tasche und der erste Auftritt stand an.

Der Name „WASSD SCHO? BASSD SCHO!” entstand eigentlich beim Erklären der Bandidee und des Band-Konzeptes Dritten gegenüber.
Es ist für einen Nichtfranken schwer nachvollziehbar wie oft in einer fränkischen Unterhaltung die Floskeln „WASSD SCHO?” und „BASSD SCHO! vorkommen.
Der Bandname stand quasi permanent im Raum und musste nur einmal als solcher erkannt werden.

Tja und so vergeht die Zeit, denn seit nunmehr über 11 Jahren machen die 5 durchgeknallten Franken immer noch in derselben Besetzung zusammen Musik.
Mit inzwischen eigenem Tonstudio (SkySoundStudio Nürnberg) und einem Kultstatus der in Nürnberg seinesgleichen sucht.